In Langkawi kommen unsere freudig erwarteten ersten Gäste an Bord. Tante Maria aus Stuttgart, Anja, eine Südtirolerin, und Bigi & Wolfi aus Wien. So schön Langkawi über Wasser auch ist, nach zwei Tagen starten wir gleich über die Grenze Richtung Thailand. Unsere bio- und schnorchelbegeisterte Crew hätte gerne auch unter Wasser klare Sicht und um Langkawi sieht man außer einem knappen halben Meter Grün nicht viel – durch viele Schwebeteilchen und Planktonorganismen. Zuerst steuern wir Koh Lipe an. Zwar eine kleine Insel, aber sehr touristisch mit Dive Shops, Souvenir Ständen, verschiedenen Geschäften, Restaurants und vor allem gut zum Kleidung shoppen und für Massagen. Nachdem sich dort auch ein Immigration Point für Thailand befindet, reisen wir gleich offiziell in Thailand ein und stürzen uns dann ins Getümmel. Unsere Crew „belagert“ gleich mal einen Massagesalon und lässt es sich gut gehen. Trotz der relaxten Atmosphäre beschließen wir gleich weiter zu segeln und hängen uns an der Westseite von Koh Adang an eine Mooringboje. Dort gibt es seichte Riffe, ein kleines Flussdelta mit Eisvögeln und genug Sandstrand für alle. Bigi und Wolfi machen mit uns dort einen Checkdive und beim Morgenschnorcheln mit Anja können sie gleich mal eine Seeschlange beobachten.

Jabang Channel zwischen den Inseln ist ein sensationeller Schnorchel- bzw. Tauchplatz. Am besten man beginnt unten am Sandboden bei den Betonblöcken die voll mit verschiedenen Moostierchen (Bryozoa) sind. Da alleine könnte man schon Stunden als Biologe verbringen. Kommt man dann endlich seichter, eröffnet sich eine wahre Phantasielandschaft aus Weichkorallen der Gattung Dendronephtya. Jeder Quadratzentimeter ist bewachsen und man schwimmt durch herrliche, bunte Weichkorallengärten. Leider ist auch die Strömung meist sehr stark, aber man kann sich beim Auftauchen oder Schnorcheln bei Strömungsleinen anhalten. Da uns diese Inselgruppe so gut gefällt beschließen wir noch einen Tag zu bleiben und können beim Tauchen sogar eine Schildkröte beobachten.

Dann geht es weiter Richtung Norden, mit mehreren Inselstopps zum Bsp. auf Koh Petra, die eine tolle Steilküste hat, und Koh Lai Lang, ein Geheimtipp zum Zelten und Klettern. Auch unsere beiden Seekajaks kommen hier wieder voll zum Einsatz. Außerdem beschließen wir uns die „Maya Bay“ auf Koh Phi Phi Don anzusehen (dort wurde der Film „The Beach“ mit Leonardo di Caprio gedreht), obwohl man das wegen der Touristenströme nicht wirklich empfehlen kann. Mit dem Segelboot hat man aber den Vorteil, außerhalb der Touristenzeiten kommen und gehen zu können. Wir gehen also abends an eine Boje, wo sich der Strand endlich so weit leert, dass er auch wieder zu erkennen ist. Anja, Bigi und Wolfi nutzen die frühen Morgenstunden um mit dem Kajak die Bay zu erkunden, bevor dann der Rummel wieder los geht.

Ein kurzer Abstecher führt uns Taucher auch noch zu einem tollen Tauchplatz in Richtung Phuket. Shark Point, mit viel Strömung dafür aber riesigen Gorgonienfächern, haufenweise rotweißer Scherengarnelen (Stenopus hispidus) und Muränen in Löchern. Zum ersten mal sehen wir auch eine Babymuräne, fingerdick und geschätzte 30 cm lang. Da wollen wir wieder hin!
Wir beenden unseren Törn in Krabi bei einem Sundowner und mit vielen schönen Erinnerungen.

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